Dienstag, 1. September 2009

Logbuch Nr. 29 – Horst Krohne – Klappe, die Zweite.

Am Donnerstag, den 20.08.2009 war ich zum zweiten Male bei Horst Krohne in Frankfurt – Dreieich in seiner Schule für Geistige Heilung (http://www.schule-der-geistheilung.de).
Wieder war es brütend heiß – es sollte gar der bislang heißeste Tag des Jahres werden. Tatsächlich erreichten die Temperaturen im Laufe des Tages über 33 Grad. In seinen Schulungsräumen unter den Dachschrägen wurde es gar über 45 Grad warm. Dementsprechend rannen die Schweißbäche. Nur Horst Krohne schien absolut hitzeresistent zu sein, obwohl er den ganzen Tag über eine Heilsitzung nach der anderen absolvierte.
Nicht der geringste Schweißfleck an seinem blauen Hemd zu sehen.
Hingegen fächerte Frau Krohne, die während den ganzen Sitzungen als Protokollantin und Heilerin assistierte, sich unentwegt Luft zu. Als ich dann auch noch im Kopfhörer meines Filmgerätes die störenden Geräusche der drei sich drehenden Ventilatoren als unangenehmes Grundrauschen vernahm und lakonisch meinte, dass die Windmaschinen während der Aufnahmen still zu sein hätten, gab es die ersten Proteste. Als ich dann auch noch bat, die Fenster zu schließen wegen der Straßengeräusche, hörte ich lautes Aufstöhnen im Kopfhörer. Ich setzte noch eins drauf und meinte, dass zuwenig Licht im Raum vorhanden. Man solle doch von zwei Fenstern die Sonnenschutzrollos hochschieben – da gab es erste ernsthafte Diskussionen.
Gut – vielleicht habe ich es dann übertrieben mit der Austestung der Toleranzgrenzen, als ich mich als Alternative zum natürlichen Sonnenlicht anschickte, die beiden großen Scheinwerfer von je 1.000 Watt Leistung aus dem Auto zu holen mit der Randbemerkung, dass diese Dinger jetzt ganz schön einheizen werden. Im Nu war somit die Diskussion beendet und man einigte sich schnell einstimmig auf das natürliche Sonnenlicht durch die Fenster.
Was für ein Drehbeginn. Horst Krohne, nicht nur äußerlich cool bleibend, hatte sich währenddessen geschickt aus der ganzen Diskussion herausgehalten.
Dann ging es Schlag auf Schlag: Im Rhythmus von einer Stunde kamen die unterschiedlichsten Krankheitsfälle die Treppe hoch zur Einzelsitzung mit Horst Krohne.
Ich war derweil mit meiner Kamera so in einer Ecke unter der Dachschräge positioniert, dass ich sowohl Horst Krohne, seine Frau Amelie als auch seinen Klienten im Sucher hatte.
Selbstverständlich waren alle Klienten an diesem Tage darüber informiert, dass ich mit der Kamera für meinen Dokumentarfilm „Die Heiler“ dabei wäre und hatten auch schriftlich ihr Einverständnis hierfür gegeben.
Die Behandlungen liefen in etwa immer nach dem gleichen Schema ab.
Der Klient erzählte kurz, weshalb er hier sei, danach testete Horst Krohne mit seinem Tensor die entsprechenden Chakren und Körperbereiche aus und ging dann an den Klienten heran, um ihm die Hände aufzulegen. Oft unterstützte ihn dann seine Frau dabei, indem sie ebenfalls ihre Hände auflegte.
Zugleich kamen Horst Krohne innere Bilder und Hinweise aus der geistigen Welt.
Als beeindruckend blieb mir in Erinnerung, dass eine Frau mit ausgewiesener Gold- und Lactose-Allergie (sie zeigte mir ihren Allergie-Pass) nach einer kurzen, energetischen Behandlung mit Hochgenuß einen Joghurt-Becher leerte ohne in irgendeiner Weise das sonst sofort auftretende Unwohlsein und das Verkrampfen im Brustbereich zu verspüren.
Sehr berührt hatte mich dann eine 16-jährige Patientin in Begleitung ihrer sehr besorgten Eltern, wo das Kind medizinisch als nicht mehr heilbar eingestuft wurde.
Ich weiß nicht mehr, wie man diese Krankheit medizinisch nennt, jedoch ging das Mädchen in langsamen roboterhaften Schritten und völlig teilnahmslosem Gesichtsausdruck und leerem, nach innen gerichteten Blick auf Horst Krohne zu.
Dann wendete sie auch mir zu und streckte mir mechanisch die Hand zum Gruß entgegen mit starren Augen.
Da ich von mir weiß, dass ich einen sehr intensiven Blick habe, der oft durch die Augen des Menschen in die Seele eindringen kann, schaute ich ihr so lange wie möglich direkt in ihre stummen Augen und lächelte sie dabei an. Sie reagierte jedoch nur mit einem kurzen Zucken des Mundwinkels.
Wie Horst Krohne feststellte, musste das Mädchen mit ca. 12 Jahren einen Unfall gehabt haben, der irgendeinen Wirbel gestaucht und in Folge wichtige Versorgungsbahnen in einem Teil des Gehirns unterbrochen hatte.
Die Eltern bejahten dies, dass das Mädchen früher eine sehr begabte Balletttänzerin gewesen und irgendwann einmal mit großen Kopfschmerzen nach Hause gekommen sei. In Folge veränderte sich das Verhalten des Kindes bis zur heutigen nahezu autistischen Ausprägung.
Krohne fragte nach den bisherigen medizinischen Behandlungen und erfuhr, dass die Ärzte offensichtlich nie das Kind richtig geröntgt und so diese Stauchung nicht entdeckt haben.
Krohne versuchte nun in einer Art energetisch-geistiger Operation, die Stauungen zu beheben, um die abgetrennten Teile des Gehirns wieder zu beleben.
Seiner Meinung jedoch ar zuviel Zeit verstrichen und der über Jahre hin nutzlos gewordene Gehirnteil war einfach verkümmert, weil es keine Nahrung mehr bekam.
Er empfahl den Eltern dringend, nochmals zum Arzt zu gehen und konkret genau auf diese Verletzung hinzuweisen. Er bot zugleich weitere energetische Behandlungen an, damit sich der Zustand nicht noch mehr verschlechterte und vielleicht über die Zeit sogar eine Besserung eintreten könne.
Das Mädchen reagierte interessanterweise auf seine energetische Behandlung, indem zuerst das starke Zittern des Beines aufhörte, sie sich plötzlich gerade aufrichtete und sogar zwischendurch aufstand und im Raum herumging. Eine irgendwie geartete Mimik im Gesicht des Mädchen war jedoch nicht zu erkennen.
Dann war auch diese Beratung beendet, Horst Krohne wandte sich mir zu mit einem schmerzverzerrten, beinahe wütenden Gesichtsausdruck und ich sah deutlich Tränen in seinen Augen. Dann geschah etwas Merkwürdiges. Beim Hinausgehen machte das Mädchen plötzlich kehrt und ging direkt auf mich zu. Ich saß ja hinter meiner Kamera seitwärts unter der Schräge und war somit eigentlich für alle Beteiligten irgendwie „unsichtbar“ geworden. Dennoch – das Mädchen kam direkt auf mich zu, streckte mir ihre Hand entgegen – und – hielt meine Hand fest. Zugleich suchte sie meinen Blick. Wir standen uns stumm gegenüber und sie hielt sich an meinem Blick fest und ich spürte, wie ihre Augen, wie ihre Seele saugte. Es kam Glanz hinein und ich spürte eine tiefe Verbundenheit mit dieser in dem Körper gefangenen Seele – die strahlend schön war. Und plötzlich lächelte sie mich an. Sie hat richtig gelächelt – lange. Es schien eine kleine Ewigkeit zu sein, bis sie sich von mir löste. Beim Hinausgehen schaute sie noch einmal zu mir zurück.
Ihre Eltern waren mehr als verblüfft und hatten so was lange nicht mehr an ihrer Tochter gesehen, vor allem nicht gegenüber fremden Personen.
Auch Horst Krohne und seiner Frau – ich will es mal so ausdrücken – blieb wohl die Spucke weg.
Ich schreibe dieses Verhalten in erster Linie dem – wenn auch vielleicht zunächst minimalem - Heilungserfolg von Horst Krohne zu.
Nachdem die Klienten gegangen waren, machte Horst Krohne seiner ohnmächtigen Wut über die offensichtlichen Versäumnisse der Mediziner in diesem Fall Platz. Mit tränenerstickter Stimme meinte er zu mir, dass das alles hätte nicht passieren dürfen, dass das Mädchen eine reelle Chance gehabt hätte, wieder völlig gesund zu werden – jedoch aufgrund der Unterlassung der behandelnden Ärzte, sich genauer mit diesem Unfall zu beschäftigen, wäre zuviel wertvolle Zeit verstrichen.
Wir waren alle emotional so aufgewühlt, das wir beschlossen, erst mal eine Pause einzulegen.
Da dieses Erlebnis für mich so beeindruckend war, wären weitere Ausführungen zu den nächsten Klienten irgendwie unwichtig. Deshalb beende ich diesen Logbuch-Eintrag nur noch mit ein paar Worten darüber, dass wir abends noch lange zusammen beim gemeinsamen Abendessen in einem wunderbaren italienischen Restaurant verbrachten, uns viele Geschichten erzählten und ihm weitere Informationen zum Heiler-Film gab.
An diesem Abend wurden wir Freunde und mit einer Einladung des Ehepaares Krohne nach Teneriffa in ihr Feriendomizil endete dann der bewegende Tag.
Herzlichst
Euer Wolfgang

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